November 22

Was meint eigentlich „Gestalt“ und wem nützt „Gestalt“?

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Was meint eigentlich „Gestalt“ und wem nützt „Gestalt“?

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile“

diesem Satz von Virginia Satir sind schon viele begegnet und wem der Satz nicht vertraut ist, der kennt das Bild mit der Vase und den beiden Gesichtern, oder das Folgende, sogenannte Umspringbild:

 

 

Wir sehen im Wechsel Unterschiedliches: die Vase oder zwei Gesichter, die alte oder die junge Frau.

Gestalt meint Ganzheit und – wie die Bilder eindrücklich zeigen – ist Gestalt nichts Starres, sondern etwas das sich formiert und somit einem Fluss unterworfen ist. Die Gestaltpsychologie auf die der Begriff zurückgeht hat Gesetze beschrieben, wie der Prozess der Gestaltbildung abläuft.

 

Mit anderen Worten lässt sich Gestalt als ein ordnendes Prinzip verstehen das Einzelreize zu einem sinnvollen Ganzen organisiert. Sehr spannend ist, dass sich da sehr große Parallelen zur Quantenphysik finden lassen die – zumindest aus meiner Sicht – wiederum eine große Schnittmenge mit dem Qi-Begiff im Zhineng Qigong beinhaltet.

 

Die Gestalttherapie wendet diese Gesetze auf die Begegnung zwischen Menschen an mit dem Ziel des ganzheitlichen Erfassens von Phänomenen vor dem jeweils relevanten Hintergrund.

 

In nun fast 15 Jahren psychotherapeutischer Arbeit in freier Praxis habe ich unzählige Erstgespräche geführt und es war kaum eines dabei, wo mein Gegenüber nicht das detaillierte, ganzheitliche Wahrgenommen werden als wohltuend und angenehm rückgemeldet hat.

 

Im Gespräch achtet der „gestaltisch“ geschulte Zuhörer auf unterschiedlichen Ebenen auf diese Ganzheiten:

  • die Übereinstimmung von Gesagtem, Körpersprache und Stimmlage;
  • die Stimmigkeit von Gefühlen im Kontext der Biografie des Betroffenen und
  • der Einklang des Wesens einer Person mit seinem Lebensvollzug.

 

Einfacher gesagt lässt sich innerhalb eines Satzes die Stimmigkeit betrachten, innerhalb eines Themas oder anhand der Lebensgestalt die bei manchen Menschen sehr stimmig und rund nach außen wirkt und bei anderen deutlich weniger.

 

Anhand solch vielfältig eingenommener Blickwinkel achten Gestalttherapeuten in der gegenwärtigen Situation darauf, welcher Aspekt gerade drängt integriert zu werden und so zum Wachstum des Gegenübers beizutragen. Der Fokus ist somit persönliches Wachstum und reduziert sich nicht auf das Wegmachen von Krankheitssymptomen.


Tags

la Qi, Qi, Qi spüren


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